„Schutzengel“

Einer spinnt immer! :)
15. Oktober 2017
„Nie wieder“ !
29. Oktober 2017

„Schutzengel“

Kinder, sagt man, haben einen besonderen Schutzengel. Haben Hunde auch einen Schutzengel?
Ich denke manchmal schon. Oder einfach nur Glück gehabt.

Es gibt Situationen, wo man glaubt, jetzt bleibt einem einfach das Herz stehen.
Lexi, die bei einer Wanderung urplötzlich die Seite wechselt und ganz nahe am Abgrund läuft, wo es sicher hundert Meter abwärts geht.
Oder sich einfach in einen reißenden, mit Felsen durchzogenen Fluss stürzt um ein Stöckchen zu holen.
Oder in die Hochwasser führende Donau springt. Oder beim Spaziergang Menschen ausweicht, die am Rande des Weges gehen. Aber nicht in der Mitte des Weges. Nein, es musste die Seite sein, wo es wieder 10 Meter abwärts ging. Da lief sie auf einen 15 cm Mauerstreifen. Ich war einem Herzinfarkt ganz nahe! Am Gosausee rannte sie die steile Böschung hinab um ins Wasser zu kommen. Raus konnte sie nicht mehr! Also musste sie den halben See entlang tief unter uns schwimmen um eine Stelle zu finden, wo sie auch wieder rauf konnte. Lexi war damals eine exzellente Schwimmerin, aber das Wasser war eiskalt! Oder wir laufen einfach über die Straße! Nach 6 Jahren, problemloses „stehen bleiben“. Oft handelt es sich wirklich nur um Sekunden, wo man nicht aufpasst und dann nur mehr den Atem anhalten kann und hoffen das jetzt nichts schreckliches passiert.

Wenn ich im Garten mit Werkzeug arbeite passe ich immer auf. Nicht auf mich, denn ich habe mich schon oft verletzt. Naja, etwas unaufmerksam halt. Aber auf die Hunde!
Ich mähe den Rasen nur, wenn ich die Hunde auf der Terrasse eingesperrt habe. Wenn ich vor meinem Garten arbeite, mache ich die Gartentüre zu. Benni und Ihno folgen noch nicht so, dass sie einfach im Garten bleiben, wenn die Türe offen ist. Die Neugierde ist noch zu groß.

Gestern, Montag,  habe ich meine Berberitzen (so ein unangenehmes Stachelzeug) draußen mit der großen Heckenschere geschnitten. Mit der Zeit fällt einem der Arm ab. 🙂 Natürlich war die Gartentüre zu. Als ich fertig war, machte ich eine Pause um dann die Seite im Garten zu schneiden. Benni und Ihno war sichtlich fad und so lagen sie im Haus bei Herrli und haben geschlafen.

Und somit machte ich einen großen Fehler. Ich habe nicht den Zaun um die Terrasse geschlossen. So konnten sie jederzeit in den Garten. Als ich bei der Hälfte der Hecken angelangt war, senkte ich die laufende Heckenschere. Ich danke Gott, dass ich Ihno noch in den Augenwinkel wahrgenommen habe! Ich kann nur sagen, es wäre schrecklich ausgegangen. Ihno hatte die Nase schon beim Schwert! Ich brauche nicht zu schreiben, was dann passiert wäre, wenn ich es nicht in der letzten Sekunde bemerkt hätte. Ich reagiere immer blitzschnell. Heckenschere hoch und abgestellt. Und nachher war mir wirklich schlecht! Echt schlecht! Wir beide hatten einen Schutzengel! Denn ich hätte es mir mein ganzes Leben nicht verziehen, wenn ich Ihno schwerst verletzt hätte!
Nie wieder werde ich im Garten arbeiten, wenn Ihno frei herumlaufen kann. Assya, Lexi, Dibo und auch Benni, sind nie zu einem lauten Werkzeug gegangen. Aber Ihno ist anders. Er hat seine Nase überall! Alles wird beschnüffelt, abgeleckt, gekaut. Auf Ihno werde ich immer besonders aufpassen müssen. Angst kennt der nicht!

Heute, Dienstag sind wir wieder alleine. Herrli ist mit seinen Fotofreunden in den Tierpark Haag gefahren.
Natürlich hätte ich mitfahren können, denn Hunde kann man dort mitnehmen. Wir waren mit Lexi und Dibo schon einmal dort. Nur die Beiden waren keine Junghunde mehr. Ich tue es mir und den beiden Rackern aber nicht an. Lexi und Dibo gingen an der Doppelleine ruhig und langsam. Ich konnte sie leicht führen.
Auch konnte ich sie in einem stillen Eck von der Leine lassen. Vor Dibo´s Nase konnten Hühner laufen. Ein „nein“ genügte und er lief nicht nach. Aber die zwei Lauser wären den ganzen Tag nur an der Leine, sonst gäbe es dort sicher keine Hühner mehr die friedlich herumspazieren könnten. Um am Abend hätte ich sicher Arme, die mir weh tun würden, denn „bei Fuß“ gehen, würden sie, bei so vielen freilaufenden Tiere, sicher noch nicht!
Also an der Leine ziehen, ziehen, ziehen….. und das mit 2 Hunden an einer Hand. Ich hoffe, Herrli macht schöne Fotos. Vielleicht geht es nächstes Jahr, dass wir den Tierpark besuchen können.
Und jetzt gehen wir gemütlich spazieren 🙂

Gestern Mittwoch, war wie immer, Hundekurs. Ich muss sagen Benni ist schon so super. Wir haben sehr viel ohne Leine geübt und Benni ist mir nie weggelaufen. Im Gegensatz zu anderen Hunden. 🙂 hihi Auch die 2 jährigen Goldis sind, trotz vieler Kurse, nicht so perfekt wie Benni. 🙂 Ich war anfangs schon sehr nervös ob das auch funktionieren könnte, so ohne Leine, denn ein Welpe war auch auf den Platz und hatte Einzeltraining. Und Benni liebt Welpen 🙂
Er ist immer soooo lieb, wenn er einem Welpen begegnet. Er macht sich dann immer ganz klein. 🙂 Ich liebe den Bub 🙂 Als wir in die Richtung des Welpen gehen mussten, hat er aber nur kurz zum hinlaufen angesetzt. Aber ein leises „Benni“ hatte genügt und er ging brav neben mir weiter.
Herrli war mit Ihno auch sehr zufrieden. Er hat zugegeben, wenn Fehler passieren ist nicht Ihno Schuld sondern er.
Tipp von mir: Wenn der Hund liegen bleiben soll, bis man ihn ruft, nie den Hund ansehen, sonst kommt er zu früh!
Da bin ich selbst draufgekommen. 🙂 Wenn man den Hund ansieht ist es wie eine Aufforderung zu kommen. Und er rennt einfach los. Also immer erst wegsehen und dann den Hund rufen und erst dann hinsehen! 🙂 Wenn sie älter sind, klappt es auch mit hinsehen. Da bleiben sie einfach liegen, bis das Kommando kommt. Also üben, üben, üben.

Ich werde jetzt mit Benni in unserer Anlage mal ohne Leine gehen. Da kann nix passieren und ist eine gute Übung.
Mit Ihno werde ich es natürlich auch versuchen, aber ob das klappt?

In das Auto zu springen ist eine Sache, aber auch drinnen bleiben eine Andere. Benni will immer gleich wieder raus springen. Naja, mehr springen, mehr Leckerli. 🙂 Soweit habe ich ihn schon durchschaut. Also nix mit Leckerli reinwerfen, sondern erst nach dem er im Auto brav sitzt. Mit Ihno gibt es da keinerlei Schwierigkeit. Er hüpft auch ohne Keksi rein. So hat halt jeder seine Eigenheiten und ich lerne nie aus. 🙂

Herbstdeco gibt es keine mehr im Garten. Ich habe alles weggeräumt. Ihno ist leider (noch) unbelehrbar.
Und Benni „verpfeift“ ihn noch immer. 🙂 Wenn Benni ins Haus kommt und sich vor mich hinsetzt und mich nur ansieht, weiß ich, dass Ihno wieder was anstellt. 🙂 Das stimmt immer! So wie:“ Komm schnell, Ihno macht schon wieder was kaputt“! 🙂 Er ist wirklich der bravste Goldi den ich jemals hatte!
Aber zur „Ehrenrettung“ von Ihno, muss ich auch sagen, dass er noch nie etwas im Haus kaputt gemacht hat!

Heute Donnerstag, hatten wir wieder einen schönen Abendspaziergang. Benni und Ihno haben nachher „etwas“ schmutzig ausgesehen, da sie mit Hingabe in den Mauslöchern gegraben haben, die bei uns sehr häufig sind.
Lieber draußen, als im Garten. 🙂 Das macht doch Spaß! 🙂 Und Benni konnte mit einem Bearded Colliwelpen spielen.
Nur Hunde die knurren, mag er nicht. Auch nicht, wenn es im Spiel ist. Da hält er sich raus und bleibt lieber bei mir.
Gut so. Ihno ist da anders, ich hoffe nur, er wird nicht einmal ordentlich zurechtgewiesen, weil er keinerlei Respekt zeigt. Ich bin froh, dass wir zur Zeit nur friedlichen Hunden begegnen, denn wenn sich Goldis wehren, (wenn sie erwachsen sind), bleibt auch kein Auge trocken.

Heute Freitag, waren wir unseren Wocheneinkauf erledigen. Um zu sehen, was sich in der Zwischenzeit im Haus so tut, haben wir einmal unsere Kamera aktiviert. Bevor wir gehen gibt es immer ein Kaustangerl. Herrli hat aber etwas vergessen und musste wieder zurück. Vielleicht hat das die Hunde irritiert. Auf jeden Fall liegen sie nicht so ruhig da wie man glaubt. Ihno und auch Benni haben sehr oft gebellt! 🙁 Da die Kamera auf Zeitraffer eingestellt ist, gibt es zwar keinen Ton, aber man sieht es deutlich, dass sie bellen. Und pausenlos wandern. Wenn sie aus dem Blickfeld verschwinden, laufen sie zu unserer Eingangstüre. Also stimmt es nicht, dass Hunde einfach schlafen, wenn man nicht zu Hause ist. Vielleicht alte Hunde. Junghunde auf keinen Fall. Ich würde es jeden Hundebesitzer einmal empfehlen, das Experiment zu machen. Ich habe jetzt ein schlechtes Gewissen. Aber 2 Stunden (waren es dieses mal gar nicht), sollten sie schon ruhig sein. Nächste Woche mache ich das wieder. Bin nur froh, dass wir  in einem Haus wohnen, wir haben keine direkten Nachbarn, die sich gestört fühlen könnten. Also nix mit, die Hunde 4 – 5 Stunden alleine lassen! Natürlich könnt Ihr das Video auch sehen. 🙂

Herrli hat zwar irrtümlich diesen Beitrag schon veröffentlicht, aber ich war ja noch nicht fertig.
Heute Samstag, war das Wetter nicht so berauschend, also waren die Wuzzis im Haus. Der nasse Garten gefiel ihnen nicht so sonderlich. Und bürsten und Krallen schneiden, war wie immer, bei Ihno eine Herausforderung. Der macht nur faxen. 🙂 Alles ist ein Spiel 🙂 Und ich habe bei Ihno einen Floh entdeckt.  Ich hoffe es war ein Erdfloh!
Er hat heute Morgen mit Benni und drei weiteren Hunden gespielt. Das würde mir noch fehlen! Meine Hunde und Flöhe!!!! Bis jetzt kratzt sich aber keiner der Beiden und ich kontrolliere laufend. Ihno war eigentlich noch nie in der Badewanne 🙂 haha
Ihno hat unter seinem Auge eine Zecke gehabt, war noch ganz klein, aber es hat genügt, dass er jetzt dort eine kahle Stelle hat. 🙁 Ich hoffe die Haare kommen wieder! Wenn nicht, er ist trotzdem ein schöner Bub!

Heute Sonntag, habe ich die Hunde, wie immer nach dem „Gassi“ gehen, sitzen lassen um die Gackerlsackerl zu entsorgen. Als ich mich umgedreht habe und zurückging, saß nur mehr Benni dort! Ich habe sie nicht zusammengehängt und so konnte Ihno wieder zurücklaufen um einen anderen Hund zu begrüßen! Ich glaube beim nächsten Hundekurs werde ich mir einmal Ihno vornehmen!

Jetzt suche ich noch ein paar Bilder für mein Tagebuch. 🙂

 

 

 

 

 

 

Spielstunde 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir sollen nicht so wild sein! 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meins 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Benni 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schöne Zähne 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hab dich!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Autsch, mein Haxn 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihno beißt sich selbst 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die kahle Stelle unter dem Auge 🙁

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Benni 🙂

 

 

 

 

 

Das war es wieder für heute. 🙂

Nächstes Tagebuch am 29. 10. 2017

Und nun noch, wie versprochen, das Video: „Allein zu Hause“ :

Musik: Pluto The Dog
by Manfred Mann’s Earth Band 1973

4 Kommentare

  1. Magdalena Müllner sagt:

    Lese gerne deine Berichte! Erinnert an die Kindererziehung! Ist ja ähnlich, jedes hat seine gewissen Eigenheiten! Man kann keine Vergleiche ziehen und man lernt nie aus! Kenn das auch, dass einem das Herz stehen bleibt! Toll erzählt wie immer!

  2. Christine Kramberger Christine Kramberger sagt:

    Lieben Dank! Es freut mich immer, wenn ich auch einen kurzen Kommentar bekomme. 🙂 Und stimmt, man lernt nie aus! Und wie schnell kann was passieren.

  3. Charly sagt:

    Wieder ganz toll geschrieben, aber das beste ist das Video … gute Idee, werde ich auch mal probieren! LG